
Dr. Bettina Grahner vom RID hat gerufen und acht Trainerinnen verschiedener Disziplinen des Reitsports sind aus ganz Deutschland nach Ansbach ins LLZ gereist, um die Ergänzungsqualifikation Damensattel zu erwerben.
Zur Vorbereitung auf den Lehrgang wurden vom RID zwei Online-Seminare zum Thema Damensattel angeboten. Bereits hier haben sich alle Kursteilnehmerinnen und auch eine der beiden Richterinnen rege beteiligt. Aus einer „Themenwolke“ durfte sich im Vorfeld jede Trainerin ein Thema zum Damensattel aussuchen, über das im Lehrgang ein Kurzvortrag gehalten werden
sollte.
Am Montagmorgen ging es dann los. Der Seminarraum war sehr gemütlich und liebevoll hergerichtet, selbst gestaltete Plakate zierten die Wände, und auch für alle möglichen anderen Lehr- und Lernmaterialien war gesorgt – eine gute Lernatmosphäre war geschaffen.
In der Theorie wurden alle möglichen Themen durchgesprochen, vor allem ging es immerwieder um den Sattel selbst, um Sicherheit, oder auch Anfängerunterricht im Damensattel. Wie ist der Damensattel aufgebaut? Wie sitze ich korrekt? Wie gebe ich die Hilfen im Damensattel? Welche sinnvollen Aufgaben kann ich meinem Reitschüler im Damensattel geben? Wie springt
man im Damensattel? Wie kleide ich mich im Damensattel? Was ist die klassische Reitweise und welche Bedeutung hat es für das Reiten im Damensattel?
Anschließend ging es weiter in der Reithalle mit Sattelanproben und Reiteinheiten. Vom Landesleistungszentrum Ansbach unter der Leitung von Klaus Eikermann wurden uns die drei geduldigen Lehrpferde Freddie, Quax und Poldi sowie eine interessierte und geschickte Auszubildende, Jolina, für den Anfängerunterricht im Damensattel zur Verfügung gestellt.
Erwähnenswert ist, wie aufgeschlossen und positiv Klaus Eikermann dem Reiten im Damensattelgegenübersteht und wie reibungslos die gesamte Organisation des Lehrganges unter Maya Huber vom LLZ ablief.
Besonderen Wert hat Bettina auf das korrekte Satteln gelegt, Welchen Sattel kann ich für welchesPferd wählen? Welchen für die Körperform der Reiterin? Wie kann ich die Passform des Sattels durch Unterlagen verbessern? Was hat die „Queen“ mit der Lage des rechten Oberschenkels der Reiterin zu tun?
Da dem Unterrichten ein hoher Stellenwert bei der Ergänzungsqualifikation eingeräumt wurde, gab es neben den generellen Themen zum Unterrichten auch viel Input zu den Themen: Wo positioniert sich der Ausbilder, um die Beinlage des Schülers sehen zu können? Von welcher Seite sollte man den Reitschüler nicht ansprechen? Wann macht es Sinn, mit Hilfspersonen in der Bahn
zu arbeiten?
Und auch nach dem offiziellen Kursende ging es abends noch weiter - Bettina hat uns unter unermüdlichem Einsatz kurzerhand alle vorhandenen Sättel in den Aufenthaltsraum bringen lassen und dort wurde dann bis spät in die Nacht auf dem Sattelbock probegesessen,
Blickschulung für den korrekten Sitz gemacht und Habits, das klassische englische Outfit für dasReiten im Damensattel anprobiert. Auch die verschiedenen Aufhängungen für die Sicherheitssteigbügel durften die Teilnehmerinnen „live“ kennenlernen. Neben dem gängigen Mayhew-Patent, das an den meisten Sätteln Verwendung findet, hatte eine der Teilnehmerinnen
einen Sattel mit Owen-Aufhängung, eine weitere Teilnehmerin einen Champion & Wilton Sattel dabei.
Am Donnerstag fand dann nach drei ebenso lehrreichen wie anstrengenden Tagen die Prüfung zur Ergänzungsqualifikation bei den Richterinnen Sybilla Cramer und Anna Haag statt, die alle Teilnehmerinnen souverän bestanden haben.
Einen herzlichen Dank an Dr. Bettina Grahner und das LLZ Ansbach für einen harmonischen, gut vorbereiteten, lehr- und abwechslungsreichen Kurs!
Dani Soukup
